Bruno Beater


Bruno Beater:

Bruno Beater war stellvertretender Minister für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik.


Geboren 1914 in Berlin, Vater Arbeiter; Volksschule; 1928–32 Lehre als Zimmermann, dann arbeitslos; 1933 Brotausfahrer; 1934 RAD; 1935–39 Zimmermann bei Rheinmetall-Borsig, dazwischen 1936–38 und 1939–44 Wehrmacht, Oberfeldwebel; im Juli 1944 zur Roten Armee übergelaufen, Frontpropagandist des NKFD, Aufklärer im Kessel Breslau; Mai–Oktober 1945 Instrukteur und Leiter des Antifa-Aktivs im Kriegsgefangenenlager Breslau-Hundsfeld. 1945/46 KPD/SED; 1945 Einstellung bei der Polizei, Leiter der Kripo Hennigsdorf; dann Leiter der Kripo des Kreises Osthavelland in Nauen; 1949/50 Aufbau der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft in Brandenburg; April 1950 Leiter der Abteilung V (Untergrund) der Verwaltung Groß- Berlin des MfS; August 1950 Leiter der Abteilung V des MfS Berlin; 1955 Stellvertreter des Ministers; 1962/63 Besuch der PHS; Sozialistische Einheitspartei Deutschland (SED) Kandidat des Zentralkommitees, 1964 1. Stellvertreter des Ministers, Verleihung des Titels Dipl.-Jurist an der JHS Potsdam-Eiche; 1969 VVO in Gold; ab 1973 Mitglied des Zentralkomitees; 1974 KMO; trotz gesundheitlicher Probleme blieb Beater bis zu seinem Tod 1982 im Dienst, sein außerordentlich großer Anleitungsbereich wurde jedoch in den Jahren 1979/1980 zugunsten von Gerhard Neiber reduziert. 1980 Beförderung zum Generaloberst.1

 

1 Jens Gieseke, Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte-Struktur-Methoden, BStU (Hrsg.), Berlin 2012.


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