Das Stasi-Gefängnis Cottbus, die Untersuchungshaftanstralt (UHA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR in der Bezirksverwaltung (BV) Cottbus befand sich gut abgeschirmt fast im Stadtzentrum von Cottbus seit 1951 zwischen Kreisgericht, BV und der Kreisdienstelle (KD) der Staatssicherheit am Spreeufer hinter dem Amtsgericht. Das MfS hatte dieses Gebäude, ein ehemaliges Gerichtsgefängnis vom NKWD/GPU übernommen. Das Gefängnis verfügte neben diversen anderen Räumlichkeiten über eine Matrix von insgesamt 50 Zellen, in denen bis zu 100 Untersuchungshäftlinge von der Stasi untergebracht werden konnten.




Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 1
Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 1
Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 2
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 3
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 4
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 5
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 6
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 7
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 8
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 9
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 10
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 11
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 12
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 13
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 14
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 15
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 16
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 17
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 18
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 19
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 20
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 21
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 22
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 23
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 24
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 25
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 26
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 27
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 28
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 29
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 30
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 31
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 32
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 33
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Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 34
Arrest Stasi Gefängnis Berlin, Bild 34






In dieser Untersuchungshaftanstalt gab es immer ein Strafgefangenenarbeitskommando von etwa drei Männern und sieben Frauen (die Zahlen variieren leicht) für Arbeiten innerhalb der Haftanstalt.

Die Stasi-Häftlinge waren bis Ende der siebziger Jahre unter primitivsten Bedingungen untergebracht. Erst 1977, in Folge einer durch das MfS geplanten Grundsanierung erhielten die Zellen durch Umbaumaßnahmen Toiletten und Waschbecken mit Kaltwasser. Bis zu diesem Zeitpunkt dienten lediglich Metallkübel als Toiletten. Während dieser Sanierung wurden in die Untersuchungshaftanstalt (UHA) Duschräume eingebaut. Im Rahmen folgender Umbaumaßnahmen in diesem Stasi-Gefängnis, die sich bis 1982 hinzogen, wurden ein Zahnartztzimmer, weitere medizinische Einrichtungen und ein Aufnahmeraum eingerichtet.

Der gesamte Gefängnisbau wurde mit Überwachungskameras und Lichtschrankensystemen auf den Gängen ausgestattet. In den Steigleitungen der Sanitäreinrichtungen waren Geräuschsensoren verbaut, die eine Kommunikation unter den Untersuchungsgefangenen verhindern sollten. Ab Mitte der achtziger Jahre waren alle Bewegungsstrecken mit dem System einer Reißleine ausgestattet.

Seit 1984 existierte auch in dieser Stasi Untersuchungshaftanstalt im Keller ein besonderer vollständig isolierter Raum als sogenannter "Beruhigungsverwahrraum" ähnlich der Zelle 2 im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen.

Im Jahre 1987 schließlich wurde das Haus II, bis dahin von der Untersuchungsabteilung IX genutzt wurde, von der Abteilung XIV übernommen und als Besuchertrakt ausgebaut.


Leiter der für diese Untersuchungshaftanstalt zuständigen Stasi-Bezirksverwaltung in Cottbus war von 1952 bis 1955 Fritz Schröder und von 1955 bis 1981 Hans Ullmann. Der letzte Leiter des MfS in der BV Cottbus war von 1981 bis 1989 Horst Fitzner im Rang eines Generalmajors.1


1 Jens Gieseke, Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), BStU (Hrsg.), Berlin 2012.