Das Sperrgebiet des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) befand sich in einem hermetisch abgeschirmten, militärisch bewachtem geheimen Gebiet in Berlin-Hohenschönhausen. Für unbefugte Personen waren von außerhalb nur hohe Mauern, geschlossene Blechtore, Wachtürme, Überwachungskameras und bewaffnete Sicherungskräfte zu sehen. In den Stadtplänen von Ost-Berlin war das Gelände schlicht als leere Fläche eingezeichnet. Ein terra incognita.




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Versteckte Galerie
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Das Sperrgebiet Berlin-Hoenschönhausen wurde 1945 vom sowjetischen Geheimdienst eingerichtet und war nach dem militärischen Sperrgebiet in Berlin-Karlshorst das zweitgrößte seiner Art in Berlin. Innerhalb der Absperrungen befanden sich bis 1946 das Speziallager Nr.3 und bis 1948/49 ein Haft- bzw. Zwangsarbeitslager sowie die Abteilung Speziallager des sowjetischen Innenministeriums. Von 1947 bis 1951 befand sich das zentrale Sowjetische Untersuchungsgefängnis des sowjetischen Staatssicherheitsdienstes in diesem Sperrgebiet. Insgesamt wurden bis 1951 schätzungsweise 25- bis 26000 Menschen in die Einrichtungen an diesem Ort verbracht.








1951 übernahm die Stasi das gesamte Sperrgebiet. Neben dem zentralen Untersuchungshaftanstalt, dem Arbeitslager “X”, der Abteilung XIV, der Hauptabteilung IX und dem Haftkrankenhaus wurden hier noch eine Reihe weiterer Diensteinheiten des MfS untergebracht. Hier sind zu nennen: der operativ-technische Sektor (OTS), die Abteilung Bewaffnung/Chemischer Dienst (BCD), Teile der Verwaltung Rückwärtige Dienste (VRD) und schließlich eine Kantine und ein Objekt der Hauptverwaltung A (HVA). Nach dem Komplex in der Normannenstraße, dem Sitz des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke, war das Sperrgebiet in Hohenschönhausen der größte Standort der Stasi in Berlin. Von 1951 bis 1989 durchliefen noch einmal etwa 20 000 bis 22 000 Personen den Haftort Berlin-Hohenschönhausen.