Manfred P


Manfred P:

Manfred P gab Informationen über die DDR nach West-Berlin.

Geboren 1935, war er gelernter Forstsachbearbeiter. Ab 1955 arbeitete er als Röntgenprüfer im Kreiskrankenhaus Eberswalde, später beim VEB EKM Finow. Der DDR stand er von Anfang an sehr kritisch gegenüber. Sein Bruder war Redakteur beim Deutschen Zentralverlag und wurde im November 1957 von der Stasi wegen "Spionage" verhaftet.

Manfred P hatte Kontakt mit dem Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen aufgenommen, um so die Arbeit seines Bruders weiter zu unterstützen; in dem er Fotos von den Zuständen in der DDR machte, und diese der Bundespressestelle zur Verfügung stellte.

So stand auch er unter Spionage-Verdacht und wurde im Januar 1958 von der Stasi verhaftet. Er kam für die Ermittlungen der Stasi in die UHA-Magdalenenstraße, von dort aus in das U-Boot nach Berlin-Hohenschönhausen und in die UHA nach Frankfurt/Oder.

Verurteilt zu vier Jahren und drei Monaten, verbüßte er seine Haftstrafe in der StVA Cottbus. Im September 1958 wurde er in das Haftarbeits-Lager X nach Berlin-Hohenschönhausen überführt, wo er an der Errichtung des UHA/Neubaus beteiligt war.

Im November 1960 wurde er entlassen. Danach machte er eine Ausbildung zum Maurer und absolvierte ein Fernstudium im Bereich Hochbau. Er war jahrelang als Bauleiter tätig.


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