Klaus E


Klaus E:

Klaus E versuchte, aus der DDR zu fliehen.

Klaus E wurde 1949 in Forst geboren, wuchs in Berlin auf und arbeitete als Ingenieur. Klaus E wollte seit dem Mauerbau immer in den Westen, auch ein Teil seiner Familie lebte dort. Wiederholt versuchte er, mit Fluchthilfeorganisationen Kontakt aufzunehmen. So plante er 1968 eine Fahrradreise von Dresden zum Schwarzen Meer nach Bulgarien. In Prag sollte an ihn ein Pass von der Fluchhilfeorganisation übergeben werden.

Einen Tag vor seiner geplanten Abreise wurde er allerdings in seiner Wohnung von der Stasi verhaftet. Sein Name war durch einen vorher verhafteten Kurier bekannt geworden.

Klaus E wurde in die zentrale Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) nach Berlin-Hohenschönhausen gebracht und verhört.

Verurteilt zu zwei Jahren und sechs Monaten, verbüßte er seine Haftstrafe im Haftarbeitslager X in Berlin-Hohenschönhausen.

Im Rahmen des Häftlingsfreikaufs gelangte er im Dezember 1969 in die Bundesrepublik. Dort fasste er im Stuttgarter Raum Fuß und arbeitete als Entwicklungsingenieur. Er lernte 1970 seine spätere Ehefrau kennen, die zu diesem Zeitpunkt noch in der DDR lebte. 1976 wurde ihr Ausreiseantrag bewilligt und sie kam mit der mittlerweile geborenen Tochter zu ihm in den Westen.


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