Jörg Kürschner


Jörg Kürschner:

Jörg Kürschner wurde 1951 in Hannover geboren und studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften in Bonn. Dem Examen folgte eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent bei einem Bundestagsabgeordneten. Dieser schloss sich die Promotion im Parlamentsrecht 1978 an.

In jene Zeit fiel eine Freundschaft mit einem DDR-Deutschen aus Jena. Ende 1979 erfolgte die Verhaftung am Grenzübergang Herleshausen/Wartha wegen des Verdachts der Staatsfeindlichen Hetze (§106 StGB/DDR). Der Inhaftierung lag der - berechtigte - Vorwurf zugrunde, mehrfach Literatur in die DDR eingeführt und weitergegeben zu haben.

Jörg Kürschner kam in die zentrale Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen, wo er sechs Monate lang verhört wurde.

Im Juli 1980 verurteilte ihn das Bezirksgericht Gera wegen "staatsfeindlicher Hetze" zu fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis.

Ende 1981 erging der Ausweisungsbeschluss der DDR aufgrund des Freikaufs durch die Bundesregierung. Der Haftentlassung schloss sich die Beendigung der journalistischen Ausbildung an. Nach zweijähriger Unterbrechung durch die DDR-Haft war somit die Grundlage für die Arbeit als politischer Redakteur gelegt.

Seit 1990 ist er als Parlamentskorrespondent tätig, zunächst in Bonn, seit 1999 in Berlin. Seit dem Jahr 2002 führt Jörg Kürschner Besuchergruppen durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Im November 2003 erfolgte die Wahl zum 1. Vorsitzenden des neugegründeten Fördervereins Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, die Wiederwahl im November 2005 und November 2007. Im selben Jahr wurde Jörg Kürschner in den Stiftungsrat und den Beirat der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen berufen.


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