Herbert Kroll


Herbert Kroll:

Herbert Kroll wurde 1935 geboren.

Er arbeitete zunächst in der elterlichen Landwirtschaft und war ausgebildeter Traktorist. Ab 1956 war er in Torgelow und Karpin als Angehöriger der Kasernierten Volkspolizei (KVP), der Vorgängereinrichtung der NVA eingesetzt.

Herbert Kroll flüchtete während der Wache in den Westen. Nach einem von ihm verursachten Motorradunfall wollte er dadurch einer möglichen Bestrafung entgehen. Im Westen wohnte er in Hamburg und arbeitete bei einer Baustoff-Firma. Seine damalige Verlobte und sein Sohn lebten weiterhin in Berlin.

Im Juli 1959, drei Jahre nach seiner vorangegangenen Flucht in den Westen, wollte er zu ihnen fahren. An der Grenze wurde er jedoch festgenommen und zunächst in ein Gefängnis nach Güstrow gebracht. Von dort aus wurde er von der Stasi nach Berlin transportiert und kam in die zentrale Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), ins Stasi-Gefängnis nach Berlin-Hohenschönhausen.

Das MfS warf ihm vor, für den englischen Geheimdienst spioniert und nach seiner Flucht Dienstgeheimnisse der KVP verraten zu haben.

Verurteilt wurde Herbert Kroll dann zu vier Jahren wegen "Spionage" verbüßte er seine Haftstrafe in Bützow-Dreibergen.

Er wurde im August 1962 wieder in die DDR entlassen und war hier anschließend als Traktorist beschäftigt.

Nach 1989 engagierte er sich als CDU-Aktivist im Landkreis.


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