Herbert Buley


Herbert Buley:

Herbert Buley wurde 1926 in Berlin geboren.

Er arbeitete als Maschinenarbeiter im Kabelwerk Köpenick.

Während des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 forderte er seine Kollegen auf, sich den Demonstranten anzuschließen. Er übernahm beim Streik im Kabelwerk Köpenick die Streikleitung.

Zwei Tage später wurde er verhaftet und von der Stasi in das Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen gebracht. Anfang Juli 1953 wurde er wieder entlassen. Sechs Wochen später erfolgte jedoch im September 1953 eine erneute Verhaftung durch die Staatssicherheit.

Man warf ihm vor, als Anführer den Amerikanern zum 3. Weltkrieg verhelfen zu wollen. Im März 1954 wurde er dann in die Untersuchungshaftanstalt nach Berlin-Rummelsburg verlegt. Zusammen mit 15 Mitangeklagten war ein großer öffentlicher Prozess geplant. Die Strafvorgabe der Stasi dazu betrug 8 Jahre. Die Anklageschrift lag bereits seit November 1953 vor.

Stattdessen fand der Prozess erst im Juni 1954 mit drei Angeklagten statt, die Verhandlung war nicht öffentlich. Die verhängte Höchststrafe betrug vier Jahre.

Buley verbüßte seine Haftstrafe daraufhin in Berlin-Rummelsburg.

Im Juni 1956 wurde er vorzeitig entlassen. Er entschloss sich, zusammen mit seiner Familie in den Westen zu gehen. In West-Berlin war er wenig später Mitbegründer des Arbeitskreises 17. Juni.

Herbert Buley verstarb im Dezember 2011.


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