Hans-Peter S


Hans-Peter S:

Hans-Peter S hatte Kontakt zu Flüchtlingen und Fluchthelfern.
Geboren 1935, war Hans-Peter S studierter Diplom-Ingenieur im Bereich Elektrotechnik und im Institut für elektromedizinische und radiologische Technik an der Berliner Charité beschäftigt.

Unter Mitarbeitern der Charité gab es eine Vernetzung von geflohenen Kollegen und Fluchthelfern. Sein Vater lebte zudem im Westen, so dass er regelmäßig Reisegenehmigungen erhielt.

Im September 1965 wurde Hans-Peter S zusammen mit seiner Ehefrau Editha S verhaftet und in die Berliner Kissingenstraße gebracht, wo sich von der Stasi Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung befand. In den Verhören wurde beiden vorgeworfen, für fluchtwillige DDR-Bürger Kontakte zu Schleuserorganisationen organisiert und hergestellt zu haben.

Verurteilt wegen "Verleitens zum Verlassen der DDR" zu fünf Jahren, verbüßte Hans-Peter S seine Haftstrafe im Lager X in Berlin-Hohenschönhausen. Im Rahmen eines Häftlingsfreikaufs gelangte er im September 1967 in die Bundesrepublik.


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