Gerda Jakob


Gerda Jakob:

Gerda Jakob wurde 1929 in Breslau geboren.

Sie arbeitete als Büroangestellte beim Zentralkomitee der SED.

Aufgrund einer Lungenkrankheit konnte sie ein beabsichtigtes Studium nicht aufnehmen.

Ab 1952 war sie beim Staatlichen Rundfunkkomitee beschäftigt. Für Rundfunk-Mitarbeiter bestand West-Berlin-Verbot. Da ihre Schwester jedoch in Berlin-Kreuzberg lebte, widersetzte sich Gerda Jakob dem Verbot.

In West-Berlin lernte sie über ihre Schwester einen Mitarbeiter des bundesdeutschen Bundesnachrichtendienst kennen, der sie zur Kooperation überredete. Es fanden regelmäßige Treffen statt, bei denen sie Informationen über Angehörige des Rundfunkkomitees weitergab.

Im Juni 1957 wurde Gerda Jakob verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis nach Berlin-Hohenschönhausen gebracht.

Verurteilt zu drei Jahren wegen "Spionage" und "Boykotthetze", verbüßte sie ihre Haftstrafe in Halle.

Im Juni 1960 wurde sie die DDR entlassen.

Nach wenigen Tagen flüchtete sie in den Westen, wo sie sich mit einem Zeitungsladen selbständig machte.


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