Elfriede S


Elfriede S:

Elfriede Schleusener unterstützte ihren Mann bei dessen Agententätigkeit und wollte ihm nach seiner geglückten Flucht in den Westen folgen.

Geboren 1918, war sie gelernte Lebensmittlelverkäuferin und in einer Gaststätte als Büffethilfe tätig. 1955 heiratete sie Karl Schleusener. Im April 1956 erfuhr sie von der Agententätigkeit ihres Ehemannes. Er stand mit dem UfJ und mit dem "Telegraf" in Verbindung und lieferte Berichte über öffentliche Gerichtsverhandlungen.

Zunehmend fühlte er sich beobachtet, aus Angst vor einer möglichen Enttarnung flüchtete er im Oktober 1958 in den Westen. Elfriede Schleusener verblieb in Ost-Berlin. Im Folgenden unterstütze sie ihren Ehemann und überbrachte Informationen an den UfJ. Sie hatte auch die Absicht, ihm in den Westen zu folgen.

Im Novemer 1958 wurde sie von der Stasi verhaftet und in die zentrale Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) nach Berlin-Hohenschönhausen verbracht und 4 Monate lang verhört.

Verurteilt wegen "Agententätigkeit" und "Passvergehen", verbüßte sie ihre Haftstrafe im Frauengefängnis Hoheneck und in der StVA in Halle.

Im April 1962 wurde sie entlassen. Danach arbeitete sie in einer Brauerei, wurde dann 1974 Invalidenrentnerin. Sie verstarb 1997.


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