Wörterbuch der Staatssicherheit Seite 330 / 2


Quellenschutz ständige Gewährleistung der Konspiration und Geheimhaltung aller Informationsquellen des MfS, vorrangig der IM, GMS, operativen Mittel und Methoden. Er umfaßt auch vertrauliche Informationen aus der Bevölkerung, von staatlichen und wirtschaftsleitenden Organen, gesellschaftlichen Organisationen sowie von Bürgern aus dem Operationsgebiet. Quellenschutz ist vor allem durch die Konspirierung bzw. Geheimhaltung der tatsächlichen Herkunft der Informationen sowie der Art und Weise ihrer Erlangung zu gewährleisten.
Schutz der Quellen hat grundsätzlich gegenüber allen staatlichen und wirtschaftsleitenden Organen sowie gesellschaftlichen Organisationen zu erfolgen.
Informationen an leitende Partei- und Staatsorgane sind grundsätzlich so abzufassen, daß keine Rückschlüsse auf die Quellen gezogen werden können. Bei besonders internen Informationen ist zusätzlich darauf zu verweisen, daß diese nur "zur persönlichen Auswertung" bestimmt sind und keine Weitergabe möglich ist. Quellenschutz ist innerhalb des MfS gegenüber anderen Angehörigen sowie gegenüber anderen operativen Diensteinheiten zu gewährleisten.1




1 Definition: Quellenschutz / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 330.