Stasi - Wort - Seite 251 / 3


Menschenhändlerbande, kriminelle von imperialistischen Geheimdiensten oder anderen feindlichen Organisationen, Einrichtungen und Kräften organisierte Zusammenschlüsse von Personen, deren arbeitsteiliges und abgestimmtes Zusammenwirken ausschließlich oder vorwiegend darauf gerichtet ist, den staatsfeindlichen — > Menschenhandel und andere Feindhandlungen gegen die DDR und damit häufig verbunden aus allgemein kriminellen Motiven und Absichten einen kriminellen Gelderwerb zu betreiben.
Kriminelle Menschenhändlerbanden existieren in der BRD, anderen nichtsozialistischen Staaten und Westberlin und werden dort staatlich geduldet und unterstützt und arbeiten eng mit imperialistischen Geheimdiensten, anderen Feindorganisationen, politischen Parteien sowie untereinander zusammen.
Die kriminellen Menschenhändlerbanden sind z. T. paramilitärisch organisiert.
Sie wenden in ihrer feindlichen Tätigkeit konspirative Mittel und Methoden an (Decknamen, Verbindungswesen).1




1 Definition: Menschenhhändlerbande, kriminelle / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 251.