Stasi - Wort - Seite 242 / 2


Linienprinzip Grundsatz des Organisations aufbaus des MfS, wonach operative Diensteinheiten auf zentraler und bezirklicher Ebene die spezielle Verantwortung für die Sicherung bestimmter gesellschaftlicher Bereiche, für die Bekämpfung bestimmter Angriffsrichtungen des Feindes bzw. für die Realisierung spezifischer operativer Arbeitsprozesse (z. B. Untersuchung, Beobachtung) haben.

Die Verantwortung der operativen Diensteinheiten auf Linie schließt ein, daß sie zur Erreichung der Einheitlichkeit des operativen Vorgehens in allen operativen Diensteinheiten des MfS entsprechend ihrer Verantwortung für die Sicherung bestimmter gesellschaftlicher Bereiche, für die Bekämpfung bestimmter Angriffsrichtungen des Feindes bzw. für die Realisierung spezifischer operativer Arbeitsprozesse einen maßgebenden Beitrag leisten.

Zur Wahrnehmung dieser speziellen Verantwortung nutzen sie vor allem die — > Planorientierung und Methoden der — > Koordinierung.

Das Linienprinzip wird im Organisationsaufbau des MfS in Einheit mit dem Prinzip der — > Einzelleitung, dem — > Schwerpunktprinzip und dem — > Temtorialprinzip durchgesetzt.1




1 Definition: Linienprinzip / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 242.