Wörterbuch der Staatssicherheit, Seite 191 / 2


Inoffizieller Mitarbeiter; Vorgang Bezeichnung für die Akte, die zu einer als IM geworbenen Person angelegt und in der Abteilung XII registriert wird.

Im Vorgang sind die bei der Gewinnung des IM entstandenen bzw. in der Zusammenarbeit mit ihm entstehenden Dokumente enthalten. Gemäß dienstlicher Bestimmungen sind folgende Aktenteile zu führen:

Teil I: Personalakte (bei IMK kombinierte Personal- und Arbeitsakte), in der vor allem enthalten sind:
Beschluß zum Anlegen, Verpflichtung, Auskunftsbericht, WKW-Übersicht, Suchaufträge mit Überprüfungsergebnissen, Formblätter zur Erfassung von Personen, Dokumente zur Person des IM entsprechend dem Stand der Zusammenarbeit;

Teil II: Arbeitsakte, in der vor allem enthalten sind: Berichte des IM, Treffberichte;

Teil III: Beiakte zur Personalakte; sie dient der Nachweisführung über an den IM ausgehändigte operative Dokumente und Mittel, an ihn gezahlte Beträge oder ihm übergebene Sachwene und wird nur geführt, wenn dies erforderlich ist.1




1 Definition: Inoffizieller Mitarbeiter; Vorgang / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 191.