Stasi-Wörterbuch Seite 121 / 3


Funkelektronische Mittel spezielle technische Nachrichtenmittel, die zur Herstellung und Aufrechterhaltung einseitiger oder mehrseitiger (Funknetze) Kommunikationsbeziehungen sowie zur Feststellung von Standorten arbeitender Funksendestellen (— > Funkpeilung) auf drahtlosem Wege durch Aussendung bzw. Empfang elektromagnetischer Wellen dienen.

Funkelektronische Mittel finden ebenso Verwendung bei der geheimdienstlich geplanten, organisierten und genutzten Funkspionage gegen den jeweiligen potentiellen Gegner sowie bei anderen Erscheinungsformen der elektronischen Kampfführung (z. B. Funkdesinformation, Funkstörung usw.).

Die sozialistischen Sicherheitsorgane sind angesichts des Ausmaßes und der Gefährlichkeit der elektronischen Kampfführung ihrerseits gezwungen, zur Abwehr der Funkspionage ( — > Funkabwehr) ebenfalls Funkelektronische Mittel in vielfältigen Formen einzusetzen.1




1 Definition: Funkelektronische Mittel / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 121.