Angehörige des MfS - Definition der politisch-operativen Arbeit der Stasi, April 1985, Seite 19 / 3

Staatssicherheit der DDR, Definition der politisch-operativen Arbeit, Seite 20 / 1



Angehörige des MfS; Werbung im Prozeß der Einstellung neuer Angehöriger in den Dienst des MfS zu leistende Überzeugung zur Herausbildung der Bereitschaft des Einstellungskandidaten, den Dienst im MfS unter Berücksichtigung aller Anforderungen und mit allen sich daraus ergebenden persönlichen Konsequenzen aufzunehmen.
Sie ist nach der Suche und Auswahl und ausreichenden Aufklärung erst dann zulässig, wenn die Eignung von Einstellungskandidaten, ihre bisherige Bewährung, insbesondere ihre positive politische Haltung und Zuverlässigkeit, geprüft wurde und wenn keine die Eignung grundlegend in Frage stellenden Erkenntnisse vorliegen.
Die Werbung wird durch gezielte persönliche Aussprachen realisiert, in denen, aufbauend auf vorhandene gefestigte politisch-ideologische Haltungen und charakterlich-moralische Vorzüge, gegebenenfalls in einem längeren Zeitraum, die entsprechende Bereitschaft durch Überzeugung erlangt und ausgeprägt wird.
Bei — > Perspektivkadern wird sie, gestützt auf die bereits vorhandene Bereitschaft zur inoffiziellen Zusammenarbeit, realisiert.1




1 Definition: Angehörige des MfS; Werbung / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 19, 20.