Angehörige des MfS - Definition der politisch-operativen Arbeit der Stasi, April 1985, Seite 18 / 2


Angehörige des MfS; Einschätzung und Beurteilung zielgerichtetes, an den allgemeingültigen und konkreten Anforderungen orientiertes Vorgehen der Leiter zum umfassenden und gründlichen Kennenlernen der Mitarbeiter, das heißt ihrer Entwickiungsmerkmale, Eigenschaften und persönlichen Beziehungen sowie deren zweckmäßige periodische Fixierung als Grundlage insbesondere der individuellen Arbeit. Die Einschätzung muß ständig, vor allem im Prozeß der Arbeit, in der Partei- und weiteren gesellschaftlichen Arbeit und auch im Hinblick auf den Freizeitbereich erfolgen, und ihre Ergebnisse müssen unmittelbar sowie differenziert in der täglichen Erziehung und Befähigung wirksam werden.
Systematisch gewonnene wesentliche Erkenntnisse über die Entwicklung der Angehörigen, ihre Stärken und Schwächen sind in der Regel im Zeitraum von drei Jahren so in Beurteilungen zu fixieren, daß sie als Grundlagen für die Arbeit mit dem einzelnen, vor allem jedoch für begründete Entscheidungen über den Einsatz, die Erziehung und Befähigung sowie Förderung genutzt werden können.1




1 Definition: Angehörige des MfS; Einschätzung und Beurteilung / Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit (GVS JHS 001 - 400/81) JHS Potsdam-Eiche, April 1985, dokumentiert in: Das Wörterbuch der Staatssicherheit. Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993, S. 18.