Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Wilhelm Gaida


Wilhelm Gaida:

Wilhelm Gaida war im Ministerium für Staatssicherheit / MfS von 1952 bis 1957 Leiter der Bezirksverwaltung Erfurt.

Wilhelm Gaida wurde am 6. 11. 1902 in Oberhohenelbe (Sudetenland) geboren. Vater Drechsler, Mutter Weberin; Volksschule; 1916 – 18 Ausbildung zum Karosseriebauer, danach im Beruf mit Unterbrechungen tätig; 1924 KPČ; 1930 – 32 KPČ-Ortsgruppenleiter.; 1932 – 38 KPČ-Politleiter des Bezirks.

1937 Verurteilung zu sechs Mon. Haft wegen Werbung von Spanienkämpfern; 1938 Emigration nach Prag, 1939 nach Tscheljabinsk, dort Arbeit im Traktorenwerk; 1943/44 Besuch der Parteischule in Moskau; 1944/ 45 Partisaneneinsatz in der Slowakei.

1945 Vorsitzender des Antifa-Komitees des Bezirks Oberhohenelbe; Umsiedlung mit einem Antifa-Transport; 1946 – 48 Mitarbeiter der SED-Landesleitung Thüringen in Weimar; 1947/48 Halbjahreslehrgang an der Parteihochschule (PHS); 1948/49 Sozialdirirektor bei BMW Eisenach; 1949 Einstellung bei der Länderverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft (ab Febr. 1950 Länderverwaltung für Staatssicherheit) Thüringen, Leiter der Abt. VI (Staatsapparat, Parteien), 1951 Stellvertreter Operativ des Leiters.; 1952 Leiter der Bezirksverwaltung / BV Erfurt des MfS; Mitglied der SED-Bezirksleitung in Erfurt; 1957 Leiter der Hauptverwaltung / HV B (Innere Verwaltung) des MfS; Oberst; 1965 Entlassung, Rentner; 1969 VVO in Gold; 1977 KMO; 1987 Stern der Völkerfreundschaft.

 

Publ.: Als Partisan in den Bergen der Slowakei. In: Doernberg, S. (Hrsg.): Im Bunde mit dem Feind. Dt. auf alliierter Seite. Berlin 1995.

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.

 

 


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