Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Werner Großmann


Werner Großmann:

Werner Großmann war von 1986 bis 1989 stellvertretender Minister im Ministerium für Staatssicherheit / MfS der DDR und Leiter der HVA.

1929 Geboren in Ober-Ebenheit (Kreis Pirna), Vater Zimmermann, Mutter Küchenhilfe; Oberschule (ohne Abschluss); 1945 Volkssturm; 1945–47 Lehre als Maurer; 1947–49 Vorstudienanstalt, Abitur; 1949–51 Studium (ohne Abschluss), dann FDJ-Sekretär an der TH Dresden; 1952 Einstellung beim MfS; 1952 Besuch der Schule der APN (ab 1953 HA XV, ab 1956 HV A des MfS); 1953 HA I (Spionage im Staatsapparat der BRD); 1954 HA II (Militärspionage); 1956 stellvertretender Leiter der HV A-Abteilung IV (Wirtschaftsspionage), 1958 der HV A- Abteilung I, 1959 wieder der HV A-Abteilung IV , 1962 Abteilungsleiter; 1966/67 Besuch der Parteihochschule der KPdSU in Moskau; 1969–72 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1975 stellvertretender Leiter, 1983 1. stellvertretender Leiter der HV A; 1980 VVO in Gold; 1986 stellvertretender Minister und Leiter der HV A; 1989 Generaloberst; 1990 Entlassung. 3.10.1990 kurzzeitig U-Haft wegen der Vorwürfe des Landesverrats und der Agententätigkeit; 1995 Einstellung des Verfahrens.

Publ.: Bonn im Blick. Die DDR-Aufklärung aus der Sicht ihres letzten Chefs. Berlin 2001; Aufgaben und Ergebnisse der Aufklärung der DDR zur Ausschaltung des Überraschungsmomentes, in: Klaus Eichner und Gotthold Schramm (Hrsg.): Spionage für den Frieden. Eine Konferenz in Berlin am 7. Mai 2004. Ed. Ost, Berlin 2004; Wolfgang Schwanitz (Hrsg.) und Werner Großmann: Fragen an das MfS. Auskünfte über eine Behörde. Ed. Ost, Berlin 2010.

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


Zurück