Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Max Steffen


Max Steffen:

Max Steffen war von 1953 bis 1960 der 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg in der DDR

Max Steffen wurde als Sohn einer Arbeiterfamilie am 24.11.1909 in Berlin geboren. Er besuchte die Volksschule und erlernte anschließend den Beruf eines Maurers. Er arbeitete später in diesem Beruf sowie als Metallarbeiter. 1925 schloss er sich dem KJVD, 1927 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an. Er war für die Rote Jugendfront in Berlin-Buch und in Bernau tätig.

Nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten 1933 beteiligte sich Max Steffen am kommunistischen Widerstand. Er war zeitweise im KZ Oranienburg inhaftiert und stand nach seiner Entlassung unter Polizeiaufsicht. Von 1934 bis 1938 arbeitete er als Bauarbeiter in Bernau, ab 1938 als Maurer in Zepernick, Schönow und Berlin. Steffen leistete Kriegsdienst und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Er besuchte eine Antifa-Schule und war Lehrer sowie Leiter der Antifa-Gebietsschule in Baku.

1948 kehrte Steffen nach Deutschland zurück. Er trat 1948 der SED sowie 1949 dem FDGB und der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft bei. Er arbeitete als Lehrer an der SED-Landesparteischule Brandenburg. Ab September 1949 war er Mitarbeiter, ab Februar 1950 stellvertretender Leiter und schließlich ab Juni 1950 Leiter der Abteilung Parteischulung beim SED-Landesvorstand Brandenburg. Ab Mai 1951 war er auch Mitglied des Sekretariats der SED-Landesleitung und dort verantwortlich für Propaganda und Agitation. 1952/1953 studierte er an der Parteihochschule "Karl Marx“.

Von September 1953 bis Oktober 1960 war Max Steffen als Nachfolger von Willi Wiebershausen als 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung in Neubrandenburg tätig. Von 1953 bis 1958 war er auch Abgeordneter des Bezirkstages in Neubrandenburg. Von 1954 bis 1963 war Steffen Abgeordneter der Volkskammer der DDR und dort Mitglied des Ständigen Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten. Von 1958 bis 1963 war er Mitglied des ZK der SED. Von 1961 bis 1980 wirkte er als 1. Sekretär der SED-Betriebsparteiorganisation im VEB Kraftwerk Lübbenau, später auch als Direktor für Kader und Berufsausbildung der VVB Kraftwerke.

 

Günther Buch, Namen und Daten wichtiger Personen der DDR, 2. Auflage, Dietz, Berlin (West)/Bonn 1979, S. 306.
Gabriele Baumgartner, Dieter Hebig (Hrsg.), Biographisches Handbuch der SBZ/DDR, 1945–1990. Band 2, Maassen – Zylla. K. G. Saur, München 1997, S. 885.
Friederike Sattler, Wirtschaftsordnung im Übergang, Politik, Organisation und Funktion der KPD/SED im Land Brandenburg bei der Etablierung der zentralen Planwirtschaft in der SBZ/DDR 1945–52, LIT Verlag, Münster 2002, S. 964.
Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andrea Herbst, Ingrid Kirschey-Feix (Hg.) Wer war wer in der DDR? Ein Lexikon ostdeutscher Biographien, Ch. Links Verlag, Berlin 2010.


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