Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Kurt Richter


Kurt Richter:

Kurt Richter war von 1956 bis 1964 Leiter der Untersuchungsabteilung HA IX des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR.

Kurt Richter wurde am 6.6.1919 in Berlin geboren. Der Vater war Postgehilfe, die Mutter Hausfrau. Besuch der Volksschule; 1933 bis 1935 Landarbeiter; 1935 bis 1936 Bote; 1936 Arbeiter; 1937 beim Versuch nach Spanien zu gelangen wurde Richter im Zuge eines illegalen Grenzübertritts in die Tschechoslowakei verhaftet und ausgeliefert, es folgten sieben Monate Gefängnis.1937 bis 1939 Bote; 1938 bis 1939 Arbeiter; 1939 bis 1940 Wehrmacht; 1940 bis 1942 Arbeiter; 1942 bis 1945 Wehrmacht.

Nach dem Dienst in der Wehrmacht geriet er nach Kriegsende 1945 bis 1948 für drei Jahre in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1947 Vorsitzender des Antifa-Komitees im Lager; 1948 Mitglied der SED / Sozialistische Einheitspartei Deutschland; 1948 bis 1949 Lehrer an der Kreisparteischule Berlin-Kaulsdorf; 1949 Sekretär der SED-Betriebsgruppe Bezirksamt Berlin-Treptow; Einjahreslehrgang an der PHS, der Parteihochschule "Karl Marx" des ZK der SED. 1951 Die Einstellung bei der Stasi;

1951 wurde er im Untersuchungsorgan HA IX des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) eingestellt. Bereits ein Jahr später stieg er zum stellvertretenden Leiter und dann 1956 zum Leiter des gesamten Untersuchungsorgans der Stasi auf.

Nach seiner Beförderung zum Oberst wurde er 1964 zur Durchführung einer Sonderaufgabe zum Büro der Leitung (BdL) des MfS versetzt, welches für die innere Dienstorganisation zuständig war.

1964 promovierte er zum Dr. jur. nach einem zweijärigem Studium an der Humboldt-Universität (HU) Berlin. 1968 wurde er Leiter der Zentralen Arbeitsgruppe Geheimnisschutz AG SvS (später ZAGG) des MfS, die für die Wahrung vertraulicher staatlicher und betrieblicher Einrichtungen verantwortlich war. Dazu zählten in dem SED-System fast alle gesellschaftlichen Bereiche.

Kurt Richter verstarb 1975.1

1 Jens Gieseke, Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte-Struktur-Methoden, Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


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