Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Horst Sindermann


Horst Sindermann:

Horst Sindermann war in der DDR Mitglied des Politbüros des ZK der SED, Vorsitzender des Ministerrats und von 1963 bis 1971 der 1. Sekretar der SED-Bezirksleitung in Halle

Horst Sindermann wurde am 5.9.1915 in Dresden geboren. Vater Buchdrucker, MdR; 1921 – 1933 Volksschule u. Realgymnasium; 1929 KJVD; 1932/33 UB-Ltr. in Dresden; März 1932 - 1933 Angest. der Dt. Vertriebsgesell. für russ. Ölprodukte (DEROP), Niederlassung Dresden; Juni 1933 Verhaftung wegen illeg. Tätigkeit, acht Mon. Haft; ab Sept. 1934 Pol.-Ltr. des KJVD in Dresden; März 1935 erneute Verhaftung (schwere Folterungen), verurteilt zu sechs Jahren Gefängnis, 1935 – 1941 Zuchthaus Waldheim (Einzelhaft), ab 1941 "Schutzhaft" im KZ Sachsenhausen; Arbeit im Lebensmittelmagazin der SS, illeg. Versorgung der Häftlinge; ab Okt. 1944 KZ Mauthausen, dann bis Mai 1945 KZ Ebensee.

Juni 1945 mit sowj. Hilfe über Wien nach Dresden; 1945/46 KPD/SED; 1945 – 1947 Chefred. der "Sächs. Volksztg." in Dresden u. der "Volksstimme" in Chemnitz; 1947 – 1949 1. SED-Krs.-Sekr. in Chemnitz bzw. Dez. 1948 - Okt. 1949 in Leipzig; Okt. 1949 - Juli 1950 Mitgl. des Kleinen Sekretariats beim PB der SED, Stellv. des Vors. des Sekretariats Walter Ulbricht, verantw. für Org. u. Kaderfragen; Juni 1950 Überprüfung durch die ZPKK, vom PB des ZK der SED zur Red. der "Freiheit" nach Halle versetzt, dort 1950 – 1955 Chefred. als Nachfolger von  Erich Behnke; 1955 – 1963 Ltr. der Abt. Agit. u. Prop. im ZK der SED als Nachfolger von  Peter Pries; 1958 – 1963 Kand., 1963 – 1989 Mitgl. des ZK der SED; 1967 – 8.11.1989 Mitgl. seines PB; 1963 – 1989 Abg. der Volkskammer, 1976 – 13.11.1989 Präs. als Nachfolger von  Gerald Götting; 1963 – 1971 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Halle als Nachfolger von  Bernard Koenen; 1965 VVO; Ehrenspange zum VVO; 1971 – 1973 1. stellv. Vors. u. 1973 – 1976 Vors. des Min.-Rats als Nachfolger von  Willi Stoph; 1975 Karl-Marx-Orden (KMO); 1976 – 13.11. 1989 stellv. Vors. des Staatsrats; 3.12.1989 Ausschluß aus der SED; Jan./Febr. 1990 Untersuchungshaft, Haftentlassung aus gesundheitl. Gründen. Horst Sindermann ist am 20.4.1990 in Berlin gestorben.

Publikation, Frieden und Sozialismus – Staatsdoktrin der DDR. Ausgewählte Reden und Aufsätze, Berlin 1980.
Alles für das Volk – Alles mit dem Volk. Ausgewählte Reden und Aufsätze, Berlin 1985.


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