Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Gustav Szinda


Gustav Szinda:

Gustav Szinda war von 1957 - 1965 der Leiter in der BV / Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit /
MfS der DDR in Neubrandenburg.

Gustav Szinda wurde am 13.2.1897 in Blindgallen (Ostpreußen) geboren. Vater Zimmermann; Volksschule; Ausbildung zum Maschinenschlosser; 1914 bis 1918 Soldat; 1918 Schlosser; 1918 bis 1920 USPD; 1920 Umzug nach Gelsenkirchen, Arbeit als Maschinenschlosser; 1920 bis 1924 Teilnahme an den Kämpfen im Ruhrgebiet; 1924 Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD); 1925 RFB; ab 1931 arbeitslos; 1933 bis 1935 illegale Tätigkeit als Instrukteur und Org.- Sekretär der KPD; 1935 Emigration nach Amsterdam; 1936 bis 1938 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg als Stabschef und Kommandeur der XI. Internationalen Brigade, 1937 Chef der Spionageabwehr der Interbrigaden; 1938 Mitarbeiter des Zentralkomitees der KP Spaniens; 1939 Übersiedlung nach Moskau, Mitarbeiter der KI, 1941 ZK-Schule, 1943 Bis 1945 Einsatz bei sowjetischen Partisanen, September–Dezember 1945 Lehrer an der Antifa-Schule 12.

Ende Dezember 1945 Rückkehr nach Deutschland, Sonderauftrag der Partei; Januar 1946 Tätigkeit im Polizeipräsidium Berlin; August 1946 bis 1948 Leiter der Personalabteilung der VP-Behörde Mecklenburg; 1948 bis 1949 Leiter der Personalabteilung der Landesregierung Mecklenburg; 1949 Abteilungsleiter für Polizeifragen des Parteivorstandes bzw. ZK der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED); ab 1951 Abteilungsleiter im APN (ab 1953 HA XV, ab 1956 HV A des MfS); 1954 Leiter der Abteilung VII (MdI/DVP); 1957 Karl-Marx-Orden (KMO). Als Nachfolger von Franz Schkopik dann 1957 Leiter der Bezirksverwaltung (BV) Neubrandenburg und Mitglied der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg; 1964 Beförderung zum Generalmajor; 1965 Rentner; 1972 Vaterländischer Verdienstorden in Gold; 1987 Stern der Völkerfreundschaft in Gold.

Quelle: Jens Gieseke, Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte-Struktur-Methoden, Hg. BStU, Berlin 2012.


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