Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Günter Thiemig


Günter Thiemig:

Stellvertretender Leiter der Abteilung für die Bekämpfung politischer Gegner in der Untersuchungsabteilung HA IX/2 des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR in Berlin-Hohenschönhausen.

Günter Thiemig war erst als Untersuchungsführer in der Untersuchungsabteilung von Berlin-Hohenschönhausen tätig und stieg dann 1981 zum stellvertretenden Leiter der Stasi-Hauptabteilung IX/2 auf. Diese Abteilung war zuständig für Ermittlungsverfahren und der Bekämpfung der (politischen) Untergrundtätigkeit (PUT) einschließlich Schmuggel- und Eigentumsdelikten in der DDR.

Der 1936 in Freital geborene Günther Thiemig lies sich nach dem Besuch der Volksschule zum Maschinenschlosser ausbilden und absolvierte anschließend das Abitur.

Mit 20 trat er in den Dienst des Ministeriums für Staatsicherheit (MfS) und wurde nach einem zweijährigen Studium an der Hochschule der Stasi (JHS) in die Untersuchungsabteilung (HA IX) an den zentralen Dienstsitz nach Berlin-Hohenschönhausen versetzt.

Dort war er in der für die Bekämpfung der politischen Gegner zuständigen Unterabteilung (HA IX/2) als Untersuchungsführer tätig und wies eine „gute Zielstrebigkeit in der Vernehmungsführung und die erforderliche Beharrlichkeit“ auf.

Schrittweise arbeitete sich Thiemig in der Abteilung vom Sach-, später Hauptsachbearbeiter hoch. 1970 wurde er stellvertretender Referatsleiter, ein Jahr später Referatsleiter und 1981 dann schließlich einer der beiden stellvertretenden Leiter von Gunther Liebewirth in der Unterabteilung IX/2 der Untersuchungsabteilung.

Während seines beruflichen Aufstiegs absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften und promovierte im Rang eines Oberstleutnants 1989 an der MfS-Hochschule (JHS) über "die politisch-operative Bearbeitung von feindlich-negativen Personenzusammenschlüssen, die im Sinne politischer Untergrundtätigkeit wirken, in Operativen Vorgängen".

Im Zuge der Auflösung des MfS wurde er 1990 entlassen.


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