Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Georg Ewald


Georg Ewald:

Georg Ewald war von 1960 bis 1963 der 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg und von 1971 bis 1973 Minister für Land-, Forst- u. Nahrungsgüterwirtschaft der DDR

Georg Ewald wurde am 30.10.1926 in Buchholz (Krs. Stralsund) geboren. Sein Vater war Landwirt. Nach dem Besuch der Landwirtschaftsschule war Ewald im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb tätig, bis er 1943 zur Wehrmacht einberufen wurde.

Georg Ewald war von 1946 bis 1949 Landarbeiter, trat dann 1946 der Freien Deutschen Jugend (FDJ) bei und wurde Mitglied der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). 1949/1950 war er Bürgermeister seines Heimatortes und von 1950 bis 1953 Kreisrat für Landwirtschaft, Kreistagsabgeordneter des Kreises Stralsund sowie Mitglied der SED-Kreisleitung. 1954 bis 1955 besuchte Ewald die Parteihochschule und war danach als Erster Sekretär in den SED-Kreisleitungen Bad Doberan und Rügen tätig. Von 1960 bis 1963 war Ewald als Nachfolger von Max Steffen der 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg und gleichzeitig Bezirkstagsabgeordneter. Danach war er Mitglied des Zentralkomitees der SED und Kandidat des Politbüros des ZK der SED sowie Mitglied des Präsidiums des Ministerrates der DDR. Er war Vorsitzender des Landwirtschaftsrates bzw. des Rates für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft beim Ministerrat und von 1971 bis 1973 Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR.

Von 1963 bis 1973 war Ewald zudem Abgeordneter der Volkskammer der DDR.
1960 und 1964 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Silber und 1969 den Banner der Arbeit als Auszeichnung seines Wirkens.

Georg Ewald verunglückte am 14. September 1973 tödlich bei einem Autounfall.

 

Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andrea Herbst, Ingrid Kirschey-Feix (Hg.) Wer war wer in der DDR? Ein Lexikon ostdeutscher Biographien, Ch. Links Verlag, Berlin 2010.


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