Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) der Deutschen Demokratischen Republik











Fritz Schröder


Fritz Schröder:

Fritz Schröder war von 1964 bis 1974 stellvertretender Minister des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.

Fritz Schröder wurde am 4.10.1915 in Momehnen (Ostpreußen) geboren, Vater Arbeiter, Mutter Hausfrau; Mittelschule; 1931–35 Fleischerlehre; 1935/36 RAD; 1936–38 Wehrmacht; 1938/39 Fleischergeselle; ab 1939 Wehrmacht; 1942–45 sowjetische Gefangenschaft, 1943 sechs Monate Antifa-Schule, dann NKFD-Frontbeauftragter.
1945 Rückkehr nach Deutschland, im Juli Einstellung bei der VP, Leiter des Kreispolizeiamts Nauen; 1945/46 KPD/SED; 1946 Besuch der Landespolizeischule Biesenthal. Eine zum 1.4.1947 ausgesprochene Kündigung seines Dienstverhältnisses wurde von der Abteilung Polizei der Provinzialregierung nicht angenommen. 1948 Leiter des Kreispolizeiamtes Teltow; September 1949 Kommandierung zur Arbeitsgruppe D Brandenburg (MfS-Vorläufer), Oktober 1949 Einstellung bei der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Brandenburg (ab Februar 1950 Länderverwaltung Brandenburg des MfS), Leiter der Dienststelle Frankfurt/Oder; 1950 Leiter der Abteilung V (Untergrund) der Länderverwaltung Brandenburg; 1952 Leiter der BV Cottbus und Mitglied der SED-Bezirksleitung Cottbus; 1955 Leiter der HA V (Staatsapparat, Kirchen, Untergrund), MfS Berlin; 1964 stellvertretender Minister (zuständig für HA XVIII, XIX, XX); 1970 VVO in Gold und Abzeichen "25 Jahre Sieg im Großen Vaterländischen Krieg"; 1972 Generalleutnant; 1974 von seinen Aufgaben entbunden; 1975 KMO, Rentner.

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


Zurück