Das Wörterbuch der Staatssicherheit

Das Wörterbuch des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR (Deutsche Demokratische Republik) mit den Begriffen und Definitionen zur politisch-operativen Arbeit des MfS ist 1970 bis 1985 als Geheime Verschlußsache GVS JHS 001 - 400/81 ist an der Juristischen Hochschule (JHS) des MfS in Potsdam-Eiche entstanden.

Dieses "Wörterbuch zur politisch-operativen Arbeit" des MfS gibt in komprimierter Form das Selbstverständnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wieder. Die im Sprachgebrauch des MfS zu verwendenden Begriffe wurden durch dem Minister der Stasi, Erich Mielke persönlich autorisiert und dienten dazu:

- sich über die Grundorientierungen des Ministers zur Realisierung des dem MfS durch denX. Parteitag der SED übertragenden Kampfauftragers schnell zu informieren;

- sich an den neuen Kriterien und höheren Maßstäben der politisch-operativen Arbeit der achtziger Jahre zu orientieren;

- tschekistische Erfahrungen und Arbeitsweisen in verallgemeinert und konzentrierter Weise für die ständige Qualifizierung der politisch-operativen Arbeit zugänglich zu machen;

- die weitere Durchsetzung der einheitlichen operativen Fachsprache als einer wichtigen Voraussetzung für die präzise Verwirklichung der Befehle und Weisungen, der analytischen Arbeit sowie der Abstimmung und Koordinierung in den Diensteinheiten des Ministeriums zu unterstützen.

Ein unentbehrliches Hilfsmittel für das Selbstverständnis der Stasi und zugleich eine wichtige Quelle zur Forschung mit einem Vorwort von Dr. Hubertus Knabe.

 

Das Wörterbuch des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Definitionen des MfS zur "politisch-operativen Arbeit des MfS". Hg. vom BStU, 2. Auflage Berlin 1993.