Das Ministerium der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik







Das Ministerium der Justiz (MdJ) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ging aus der Deutschen Justizverwaltung (DJV) hervor. Seine Hauptaufgaben lagen in der Mitwirkung der Gesetzgebung, der Anleitung in der Rechtssprechung, die kaderpolitsche Personalarbeit. Der erste Minister der Justiz wurde der letzte Präsident der DJV, Max Fechner. Die Leitung und Kontrolle der Rechtssprechung erfolgte hauptsächlich durch; Instruktionen (Anweisungen an die Gerichte zur Anwendung von Rechtsvorschriften; Tagungen und Konferenzen zur Durchsetzung von Beschlüssen der Parteitage, des Zentralkommitees der SED (ZK) und der Volkskammer; Fachtagungen und -konferenzen; Anregung der Kassation von Urteilen bei Obersten Gericht. Dem Ministerium der Justiz waren bis zur Beseitigung der Länder im Jahr 1952 die Justizverwaltungen der Länder unterstellt. Das Ministerium der Justiz hatte seinen Sitz in der Berliner Clara-Zetkin-Straße.