Kochen ist übrigens ein Quantenphänomen. Jedes Bläschen stellt ein Universum da. Während wir hier reden, entstehen Universen aus dem Nichts, wie unser Universum aus dem Nichts entstand. Wir koexistieren mit diesen Universen in einem Multiversum. Könnten wir die Plancksche Energie nutzen, die Energie des Urknalls, zehn hoch 19 Milliarden Elektronenvolt, bei der die Raumzeit instabil wird, könnten wir durch ein so genanntes Wurmloch in ein anderes Universum entkommen. Aber das ist eine Aufgabe, der sich erst eine Zivilisation vom Typus drei stellen könnte. Im Augenblick befinden wir uns beim Übergang vom Typus null zu Typus eins - das ist eine Zivilisation, die in der Lage ist, die Energie eines Planeten zu kontrollieren: das Wetter, die Vulkane, die Ozeane. Zivilisationen vom Typus zwei kontrollieren die Energie eines Sterns. Zivilisationen vom Typus drei kontrollieren die Energie einer ganzen Galaxis. : Das klingt nun wirklich wie Sciencefiction ... Kaku: Ist aber berechenbar. Bei einem konstanten Wachstum der Weltwirtschaft von drei Prozent jährlich sind wir etwa 100 Jahre vom Typus eins entfernt, könnten den Typus zwei in ein paar tausend Jahren erreichen, den Typus drei in etwa 100 000 Jahren. Jetzt sehen wir bereits die ersten Anzeichen einer globalen Zivilisation, und wir haben auch das erste Umweltproblem vom Typus eins - den Treibhauseffekt. Warum gibt es da draußen im Weltraum niemanden, der uns kontaktiert? Eine Theorie lautet, dass Zivilisationen vom Typus eins sich selbst zerstören. Jedenfalls ist der Übergang zum Typus eins der gefährlichste,nicht wegen Bill Joy und der Roboter, sondern wegen der Gefahren der Umweltverschmutzung und des Krieges. Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit. [rohrpost-mailinglist-archiv] durch den Hyperraum. .. |